Brot und Spiele
Brot und Spiele

Brot und Spiele

Das war schon 2006 zum Karneval der Kulturen mein Motto.

Unser Motto anlässlich des KdK 2006 war „panem et circensis“, Brot und Spiele.

Dazu sagt ein ehemaliger Geschäftsführer einer deutsch-brasilianischen Handelskammer:

Damit wollten wir die Fussball-WM damals auch kritisch beleuchten. Die römischen Kaiser haben mit Brot und Spielen das Volk von ihren harten Lebensbedingungen im alten Rom abgelenkt. Abgesehen vom Spass am Sport und insbesondere am Fussball, der allen gegönnt sei, erfüllt es auch heute genau diese Funktion.

Mit den hohen Kosten der WM und der Olympiade, und den schlechten Lebensbedingungen in Brasilien, hat das Motto „Brot und Spiele“ eine unerwartete Aktualität gewonnen. Es wird in Bezug auf Brasilien in vielen Kommentaren zitiert. Und das mit vollem Recht: FIFA und korrupte brasilianische Sportfunktionäre regieren das Land.

Die Kosten für die WM 2014 sind inzwischen höher, als für die drei vorangegangenen Weltmeisterschaften zusammen. Aufwendige Sportarenen werden bezahlt mit erheblichen Abstrichen bei Bildung, Gesundheit und Verkehr, sowie mit extrem hoher Besteuerung des Mittelstands.  Bewohner werden aus ihren Häusern gejagt, um von der FIFA geforderte Parkplätze anzulegen. Darunter auch eine der besten öffentlichen Grundschulen des Landes – direkt am Estádio do Maracanã, das prestigeträchtigste „Colosseum“, wo die Höhepunkte des WM-Spektakels stattfinden sollen.


Die gewaltfreien Demonstrationen in Brasilien haben deshalb unsere uneingeschränkte Sympathie und Unterstützung.

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